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Neugründer-Aktion: € 200,- Gutschein auf 1. Jahresabschluss

Winter-Tax-Check

Wir erlauben uns, Sie höflich über folgende Punkte zu informieren:

  

A/ SOZIALVERSICHERUNG:

  

1) Zahlungen in die gewerbliche Sozialversicherung:

Für Ihre GSVG-Versicherung können noch bis 31.12.2019 Zahlungen geleistet werden, soweit diese in realistischer Höhe das Jahr 2019 betreffen. Die Beträge mindern die Einkommensteuerbemessungsgrundlage 2019 und daher auch die Einkommensteuer 2019.

Wir berechnen auf Ihren Wunsch gerne die adäquate Vorauszahlung.

  

2) Kleinstunternehmerbefreiung bei gewerbl. Sozialversicherung (mit Gewerbeschein):

Unternehmer, die die Jahresgewinngrenze (2019: EUR 5.361,72) und Jahresumsatzgrenze (2019: EUR 30.000,00) nicht überschreiten, sind von der GSVG-Kranken- und -Pensionsversicherung befreit, wenn:

- innerhalb der letzten 60 Monate maximal 12 Monate GSVG-Pflichtversicherung bestanden haben, oder

-  der Antragsteller das Regelpensionsalter erreicht hat, oder

- das 57. Lebensjahr vollendet hat und innerhalb der letzten 5 Kalenderjahre die obigen Grenzen nicht überschritten hat.

Dafür ist ein Befreiungsantrag möglich.

  

3) Neue Selbständige – Überschreitung melden (ohne Gewerbeschein):

Neue Selbständige, die für 2017 die Jahresversicherungsgrenze (EUR 5.108,40) überschreiten bzw. voraussichtlich überschreiten werden, sind GSVG-pflichtversichert. Um einen Strafzuschlag von 9,3% zu vermeiden, ist eine Meldung bei der SVA der gewerblichen Wirtschaft binnen 8 Wochen ab Einkommensteuerbescheiddatum erforderlich.

    

B/ EINKOMMENSTEUER:

  

4) Gewinnfreibetrag für das Jahr 2019:

Bei einem voraussichtlichen Gewinn für das Jahr 2019 von bis zu EUR 30.000,00, steht Ihnen jedenfalls ein Grundfreibetrag von 13% Ihres Gewinnes zu, also bis zu EUR 3.900,00.

Bei einem Gewinn von über EUR 30.000,00 werden zusätzlich Investitionen gefördert in Höhe von 13% jenes Teiles des Gewinnes, welcher die EUR 30.000,00 übersteigt. Nicht jede Investition ist begünstigt. Begünstigte Investitionen sind im Wesentlichen Sachanlagevermögen und Wertpapiere. Bitte beachten Sie, dass die Begünstigung vorab abzuklären ist. Geht es im konkreten Fall um Wertpapiere, so bitten wir Sie höflich, sich von Ihrer Bank den Status der Begünstigung bestätigen zu lassen.

Wichtig ist eine Gewinnprognose 2019, damit Sie noch vor 31.12.2019 einkaufen können.

Zu beachten ist die Einschleifung des Gewinnfreibetrages ab einem Gewinn von EUR 175.000,00.

Wir bieten Ihnen gerne diesbezügliche Auskunft an.

  

5) Abschreibungen für 2. Halbjahr 2019 noch nutzen:

Investieren Sie und erfolgt die Lieferung bis 31.12.2019, so können Sie noch die Abschreibung (AfA) für das 2. Halbjahr 2019 nutzen.

  

6) Änderung bei geringwertigen Wirtschaftsgütern ab 2020:

Die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter beträgt derzeit EUR 400,00. Ab 2020 wird diese Grenze auf EUR 800,00 angehoben. Wir empfehlen daher, Anschaffungen über EUR 400,00 aufzuschieben.

  

7) Einkommensteuervorauszahlungen 2020

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Einkommensteuervorauszahlungen 2020 zu hoch sind und Sie für 2020 dementsprechend niedrigeres Einkommen planen, dann teilen Sie uns das mit. Wir stellen einen Herabsetzungsantrag. Wir haben dazu bis 30.09.2020 Zeit.

  

8) Arbeitnehmerveranlagung 2014 einreichen (Bundesabgabenordnung):

Sie haben zur Einreichung der Arbeitnehmerveranlagung 2014 bis 31.12.2019 Zeit. Wenn es knapp wird, können Sie einfach die Grunddaten ausfüllen und abgeben. Die Frist ist dadurch gewahrt. Im Wege der Beschwerde können wir für Sie dann gerne die Werbungskosten geltend machen.

  

C/ UMSATZSTEUER:

  

9) Kleinunternehmerbefreiung (weg von der Regelbesteuerung):

Wenn Sie einen Nettoumsatz von EUR 30.000,00 p. a. (ab 2020 EUR 35.000,00) nicht überschreiten, dann können Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, wodurch Sie von der Umsatzsteuer befreit sind. Zusätzlich gilt: Waren Sie die letzten 5 Jahre aufgrund eines Verzichts auf die Kleinunternehmerregelung umsatzsteuerpflichtig, dann können Sie für 2020 bis spätestens 31.01.2020 (nicht verlängerbar) von der Umsatzsteuerpflicht auf die Kleinunternehmerregelung wechseln, müssen dies allerdings dem Finanzamt schriftlich mitteilen. Wir unterstützen Sie dabei.

10) Änderung der Kleinunternehmergrenze ab 2020:

Ab 2020 beträgt die Kleinunternehmergrenze EUR 35.000,00 netto.

  

D/ PERSONALVERRECHNUNG:

  

11) Arbeitgebertipp: Geschenke für Dienstnehmer:

Sie können bis zu EUR 186,00 pro Jahr und pro Dienstnehmer lohnsteuer- und sozialversicherungsbeitragsfrei schenken.

Betriebsveranstaltungen können EUR 365,00 pro Jahr und pro Dienstnehmer kosten, um lohnsteuer- und sozialversicherungsbeitragsfrei zu bleiben.

  

12) Geschäftsführerbezüge melden:

Hat eine GmbH an den Geschäftsführer Geschäftsführerbezüge ausbezahlt, so unterliegen diese der Kommunalsteuer (3%), Dienstgeberbeitrag (4,1%) und dem Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (0,4% in Wien). Wir bitten Sie daher, uns die Geschäftsführerbezüge immer rechtzeitig bekanntzugeben, sodass wir diese im betreffenden Monat abrechnen können. Andernfalls können die Abgaben im Zuge einer Lohnabgabenprüfung nachbelastet werden.

  

E/ SONSTIGES:

  

13) eZustellung ab 01.01.2020:

Ab 01.01.2020 sind alle Unternehmer zur Teilnahme an der elektronischen Zustellung verpflichtet.

Wer in Finanzonline nicht auf die elektronische Zustellung verzichtet hat, bekommt eine Information in die Finanzonline-Databox, dass die Daten für die eZustellung in das Unternehmensserviceportal (USP) übernommen wurden.

Der Mandant ist verpflichtet, das Schreiben in seiner eigenen Databox abzurufen. Leider können Steuerberater mit ihrem eigenen Finanzonline-Zugang auf dieses Schreiben nicht zugreifen.

An unserer Zustellvollmacht ändert sich nichts.

Sie können ausprobieren, ob Sie mit Ihrer Handysignatur ins USP einsteigen können. Ab 01.12.2019 kann auf den Eintrag im Teilnehmervereichnis zugegriffen werden und Ihre eZustellung aktiviert werden.

Auch Private können an der eZustellung teilnehmen.

  

14) Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz:

Für juristische Personen (zB GmbH) müssen die dahinterstehenden wirtschaftlichen Eigentümer gemeldet werden (Gesellschafter, Treuhänder, mittelbare Beteiligte, etc.).

Zusätzlich müssen die wirtschaftlichen Eigentümer 1x jährlich überprüft werden. 4 Wochen nach der jährlichen Überprüfung muss die Meldung bestätigt werden oder eine Änderungsmeldung erfolgen.

Gibt es Änderungen (Eigentümerstruktur, Hauptwohnsitzadressen, etc.), so müssen diese Änderungen binnen 4 Wochen gemeldet werden.

Sollte es Änderungen geben, so ersuchen wir Sie höflich, uns zu kontaktieren. 

Leider werden im Falle von Säumigkeit empfindliche Zwangsstrafen festgesetzt. Weiters kann die Säumigkeit zu einem Finanzvergehen mit empfindlichen Finanzstrafen führen. 

Wir unterstützen Sie bei Ihrer WiEReG-Meldung sehr gerne.

  

   

Wir halten mit Ihnen gerne ein persönliches/ telefonisches Beratungsgespräch ab. Bitte kontaktieren Sie uns (Tel. 01 533 16 37).

    

Wien, am 30.10.2019

 

 

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