Zum Inhalt

Zur Navigation

Neugründer-Aktion

Herbst-Tax-Check

Wir erlauben uns, Sie höflich über folgende Punkte zu informieren:

1) Sozialversicherung (GSVG):
Für Ihre GSVG-Versicherung können noch bis 31.12.2016 Zahlungen geleistet werden, soweit diese in realistischer Höhe das Jahr 2016 betreffen. Die Beträge mindern die Einkommensteuerbemessungsgrundlage 2016 und daher auch die Einkommensteuer 2016.

Wir berechnen auf Ihren Wunsch gerne die adäquate Vorauszahlung.

2) Kleinstunternehmerbefreiung (GSVG):
Unternehmer, die die Jahresgewinngrenze (2016: EUR 4.988,64) und Jahresumsatzgrenze (2015: EUR 30.000,00) nicht überschreiten, sind von der GSVG-Kranken- und Pensionsversicherung befreit, wenn:

- innerhalb der letzten 60 Monate maximal 12 Monate GSVG-Pflichtversicherung bestanden haben, oder

- der Antragsteller das Regelpensionsalter erreicht hat, oder

- das 57. Lebensjahr vollendet hat und innerhalb der letzten 5 Kalenderjahre die obigen Grenzen nicht überschritten hat.

Der Befreiungsantrag muss bis spätestens 31.12.2016 bei der SVA der gewerblichen Wirtschaft einlangen, um noch für 2016 zu gelten. Die Befreiung wirkt allerdings frühestens mit Beginn jenes Monats, welcher auf die Antragstellung folgt, wenn im Jahr 2016 bereits Leistungen aus der GSVG-Kranken- oder -Pensionsversicherung bezogen wurden. Bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich so rasch wie möglich.

3) Neue Selbständige – Überschreitung melden (GSVG):
Neue Selbständige, die für 2016 die Jahresversicherungsgrenze in Höhe von EUR 4.988,64 überschreiten bzw. voraussichtlich überschreiten werden, sind GSVG-pflichtversichert. Bitte bedenken Sie, dass die "große" Versicherungsgrenze in Höhe von EUR 6.453,36 für neue Selbständige per 01.01.2016 abgeschafft wurde.

Um einen Strafzuschlag von 9,3% zu vermeiden, ist eine Meldung binnen 8 Wochen ab Ausstellungsdatum des Einkommensteuerbescheides 2016 bei der SVA der gewerblichen Wirtschaft erforderlich. Es erfolgte somit eine Lockerung per 01.01.2016.

3.1) Differenzvorschreibung (GSVG):
Liegt Ihr Jahresgehalt 2016 aus nichtselbständiger Tätigkeit über der Höchstbeitragsgrundlage und erzielen Sie zusätzlich betriebliche Einkünfte 2016, so ist zur Vermeidung von Mehrkosten aus einem Rückerstattungsantrag bis 31.12.2016 ein Antrag auf Differenzvorschreibung zu stellen. Bitte kontaktieren Sie uns bis spätestens 30.11.2016.

4) Gewinnfreibetrag für das Jahr 2016 (Einkommensteuer):
Bei einem voraussichtlichen Gewinn für das Jahr 2016 von bis zu EUR 30.000,00, steht Ihnen jedenfalls ein Grundfreibetrag von 13% Ihres Gewinnes zu, also bis zu EUR 3.900,00.

Bei einem Gewinn von über EUR 30.000,00 werden zusätzlich Investitionen gefördert in Höhe von 13% jenes Teiles des Gewinnes, welcher die EUR 30.000,00 übersteigt. Nicht jede Investition ist begünstigt. Begünstigte Investitionen sind im Wesentlichen Sachanlagevermögen und Wohnbauanleihen.

Wichtig ist eine Gewinnprognose 2016, damit Sie noch vor 31.12.2016 einkaufen können.

Zu beachten ist die Einschleifung des Gewinnfreibetrages ab einem Gewinn von EUR 175.000,00.

Wir bieten Ihnen gerne diesbezügliche Auskunft an.

5) Abschreibungen für 2. Halbjahr 2016 noch nutzen (Einkommensteuer):

Investieren Sie und erfolgt die Lieferung bis 31.12.2016, so können Sie noch die Abschreibung(AfA) für das 2. Halbjahr 2016 nutzen.

6) Inventur (Einkommensteuer):
Bei doppelter Buchhaltung bitten wir Sie, per 31.12.2016 eine Aufstellung der Rohstoffe, Hilfsstoffe, Unfertigerzeugnisse, Fertigerzeugnisse und noch nicht abrechenbaren Leistungen zu erstellen.

7) Arbeitgebertipp: Geschenke für Dienstnehmer (Lohnsteuer, Sozialversicherung):
Sie können bis zu EUR 186,00 pro Jahr und pro Dienstnehmer lohnsteuer- und sozialversicherungsbeitragsfrei schenken. Betriebsveranstaltungen können EUR 365,00 pro Jahr und pro Dienstnehmer kosten, um lohnsteuer- und sozialversicherungsbeitragsfrei zu bleiben.

8) Arbeitnehmerveranlagung 2011 einreichen (Bundesabgabenordnung):
Sie haben zur Einreichung der Arbeitnehmerveranlagung 2011 bis 31.12.2016 Zeit. Wenn es knapp wird, können Sie einfach die Grunddaten ausfüllen und abgeben. Die Frist ist dadurch gewahrt. Im Wege der Beschwerde können wir für Sie dann gerne die Werbungskosten geltend machen.

8.1) Belegaufbewahrungsfrist (Bundesabgabenordnung):
Es gilt die 7-jährige Belegaufbewahrungsfrist. Die Belege 2009 können grundsätzlich nach 31.12.2016 vernichtet werden. Sollten Grundstücksangelegenheiten enthalten sein, so können sich Aufbewahrungsfristen von bis zu 22 Jahren ergeben.

8.2) Registrierkassenpflicht (Bundesabgabenordnung):
Die Registrierkassenpflicht beginnt grundsätzlich mit 01.01.2016. Die Pflicht besteht ab einem Jahresnettoumsatz von EUR 15.000,00, allerdings nur dann, wenn der Anteil der Barumsätze EUR 7.500,00 überschreitet. Bitte bedenken Sie, dass die Finanzpolizei die Einhaltung der Regelungen unangekündigt in Ihren Geschäftsräumlichkeiten überprüfen kann.

9) Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung (Umsatzsteuer):
Wenn Sie einen Nettoumsatz von EUR 30.000,00 p. a. nicht überschreiten, dann können Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, wodurch Sie von der Umsatzsteuer befreit sind. Zusätzlich gilt: Waren Sie die letzten 5 Jahre durch einen Regelbesteuerungsantrag umsatzsteuerpflichtig, dann können Sie für 2017 bis spätestens 31.01.2017 von der Umsatzsteuerpflicht auf die Kleinunternehmerregelung wechseln, müssen dies allerdings dem Finanzamt schriftlich mitteilen. Wir unterstützen Sie dabei. Bitte kontaktieren Sie uns bis spätestens 15.01.2017.

9.1) Umsatzsteuervoranmeldung (Umsatzsteuer):
Bis zu einem Nettovorjahresumsatz von EUR 100.000,00 sind vierteljährliche, über EUR 100.000,00 sind monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben. Die Fälligkeiten:

01/17 15.03.2017 01-03/17 15.05.2017

02/17 15.04.2017 04-06/17 16.08.2017

Bei Säumigkeit werden Verspätungs- und Säumniszuschläge vorgeschrieben.

Ein eventueller Wechsel von monatlich auf vierteljährlich (Nettovorjahresumsatz bis 30.000,00) ist bis 31.01.2017 möglich. Sollten Sie aus Verwaltungsgründen freiwillig monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben wollen, so hat dies bis spätestens 31.01.2017 zu geschehen. Bitte geben Sie uns bis 15.01.2017 Bescheid.

Die Nichtabgabe von UVAs führt regelmäßig zu Betriebsprüfungen durch die Finanz.

10) Geschäftsführerbezüge melden (GmbH, Sozialversicherung):
Hat eine GmbH an den Geschäftsführer Geschäftsführerbezüge ausbezahlt, so unterliegen diese der Kommunalsteuer (3%), Dienstgeberbeitrag (4,5%) und dem Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (0,4%/ Wien). Wir bitten Sie daher, uns die Geschäftsführerbezüge immer rechtzeitig bekanntzugeben, sodass wir diese im betreffenden Monat abrechnen können. Andernfalls können die Abgaben im Zuge einer Lohnabgabenprüfung nachbelastet werden. Ferner teilen wir mit, dass auch durch die GmbH bezahlte privat genutzte Räumlichkeiten,Telefon, Kfz, etc. den genannten Lohnabgaben unterliegen.

11) Gewinnausschüttungen (GmbH, Kapitalertragsteuer):
Die Kapitalertragsteuer auf Ausschüttungen ab inkl. 01.01.2016 wird von 25% auf 27,5% angehoben. Ferner werden diese auch GSVG-Beiträgen unterzogen. Sollten Sie eine Ausschüttung in Erwägung ziehen, so kontaktieren Sie uns bitte vorher um eventuelle Optimierungen durchzuführen.

Viele unserer Klienten schätzen das "Herbstgespräch". Dabei besprechen wir, wie das laufende Jahr war und ob noch steuerliche Optimierungen (z.B. Investitionen) möglich sind. Ferner werfen wir einen Blick auf das neue Jahr. Durch rechtzeitige Planung kann man viele Vorteile erzielen.

Wir halten mit Ihnen gerne ein persönliches Beratungsgespräch ab. Bitte lassen Sie sich dafür von unserem Sekretariat einen Termin geben (Tel. 01/ 533 16 37) entweder mit Ihrem Sachbearbeiter oder mit Fr. Mag. Weiß persönlich!

Wien, Oktober 2016

Sie haben Fragen?

Bitte geben Sie den 5-stelligen Sicherheitscode in unten stehendes Textfeld ein: