Zum Inhalt

Zur Navigation

Neugründer-Aktion: € 200,- Gutschein auf 1. Jahresabschluss

Steuerreform - Die Änderungen

Registrierkassenpflicht (Gesetzesentwurf/ noch nicht in Kraft):

Jeder Unternehmer, der überwiegend Barumsätze tätigt (dazu zählen auch Bankomat- und Kreditkartenumsätze) muss ab 1.1.2017 eine, durch technische Sicherheitseinrichtungen gegen Manipulationen geschützte Registrierkasse verwenden.

Die Registrierkassenpflicht besteht ab einem Umsatz von EUR 15.000,00 pro Betrieb und Jahr. Marktstände, Maronibrater („Kalte-Hand-Regel“) dürfen bei einem Umsatz bis EUR 30.000,00 auf die Registrierkasse verzichten.

Als kleines Trostpflaster soll man die Anschaffung der Registrierkasse vorzeitig abschreiben können oder eine Prämie von € 200,-- erhalten.


Abschaffung von Begünstigungen (Gesetzesentwurf/ noch nicht in Kraft):

Der Bildungsfreibetrag, der für Fortbildungskosten von Dienstnehmern in  Anspruch genommen werden kann, wird ersatzlos gestrichen. Stehen Mitarbeiterschulungen an, so ist zu empfehlen, diese noch heuer zur Schulung zu schicken. Einnahmen-Ausgaben-Rechner sollten die Schulungskosten noch heuer bezahlen, damit der Bildungsfreibetrag noch heuer beansprucht werden kann.

Die „Topfsonderausgaben“ (zB Lebensversicherungen, Wohnraumschaffung) werden ersatzlos gestrichen. Ausgaben aus Verträgen, welche noch vor 01.01.2016 abgeschlossen werden, können bis inkl. 2020 steuerlich geltend gemacht werden. Erwägen Sie einen Vertragsabschluss, so ist es daher ratsam, diesen noch vor 01.01.2016 durchzuführen.

Die Mietzinsbeihilfe wird ebenfalls gestrichen.


Änderung von Steuersätzen (Gesetzesentwurf/ noch nicht in Kraft):

Der neue Einkommensteuertarif:

unter 11.000,00                                               0%

EUR 11.000,00 -18.000,00                             25%

EUR 18.000,01 - 31.000,00                            35%

EUR 31.000,01 - 60.000,00                            42%

EUR 60.000,01 -90.000,00                             48%

EUR 90.000,01 - 1.000.000,00                       50% 

über 1.000.000,00                                           55%

Statt des Verkehrs- u. Arbeitnehmerabsetzbetrages von bisher € 345,-- wird es künftig nur noch den Verkehrsabsetzbetrag von € 400,-- geben, für geringverdienende Pendler grundsätzlich 690,00 (mit Vorbehalt).

Der Kinderfreibetrag wird von € 220,-- auf € 440,-- pro Kind (EUR 300,00 pro Kind und Partner bei Splitting) erhöht.

Die Negativsteuer für Niedrigverdiener wird ebenfalls erhöht.

Die Kapitalertragsteuer wird von 25% auf 27,5% erhöht. Spareinlagen unterliegen weiterhin 25% Kapitalertragsteuer.

Die Immobilienertragsteuer (fällt bei Grundstücksveräußerungen an) wird von 25% auf 30% angehoben.

Die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer auf unentgeltliche Erwerbe (insb. Schenkungen) wird vom Einheitswert auf den Verkehrswert angehoben, außer bei Übertragungen von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken. Ferner unterliegen unentgeltliche einem gesenkten Staffeltarif von 0,5%/ 2%/ 3,5%) mit Zusammenrechnung der Erwerbe der letzten 5 Jahre zwischen denselben Personen.

Tipp: Geplante Veräußerungen oder Übertragungen von Grundstücken sollten noch  vor dem 31.12.2015 durchgeführt werden.

Der Umsatzsteuersatz wird für Leistungen wie Beherbergung (nicht Wohnungsvermietung), kulturelle, sportliche Veranstaltungen, Futtermittel, Tiere landwirtschaftliche Pauschalierung von 10% auf 13% geändert


Sonstige Änderungen (Gesetzesentwurf/ noch nicht in Kraft):

Die Abschreibung von Betriebsgebäuden wird einheitlich mit 2,5% festgesetzt werden. Die Restnutzungsdauer bereits in den Büchern befindlicher Gebäude ist zwingend zu verlängern.

Instandsetzungsaufwendungen für Gebäude müssen, und Instandhaltungsaufwendungen dürfen künftig auf 15 statt bisher 10 Jahre verteilt werden. Die Restnutzungsdauer für „alte“ Instandsetzungsaufwendungen ist zwingend zu verlängern, jene für „alte“ Instandhaltungsaufwendungen nicht.

Bisher konnten bei der Anschaffung eines bebauten Grundstückes 20% dem Grund und Boden (nicht abschreibungsfähig) und 80 % dem Gebäude (abschreibungsfähig) zugerechnet werden. Dies wurde nun zu Ungunsten des Steuerzahlers auf 40% für Grund und Boden und 60% für das Gebäude geändert. Durch ein Gutachten kann die nun gesetzlich festgelegte Aufteilung widerlegt werden. Fraglich ist, ob das auch mit einer Aufteilung des Kaufpreises auf Grund und Gebäude im Kaufvertrag möglich ist.

Der KFZ-Sachbezug für ein Dienstfahrzeug wird von 1,5% von den Anschaffungskosten auf 2% erhöht. Für Elektroautos ist kein Sachbezug zu berechnen.

Zahlungen für Bauleistungen, die € 500,-- übersteigen dürfen künftig nicht mehr bar erfolgen, sonst sind sie nicht abzugsfähig.

Lohnzahlungen dürfen in der Bauwirtschaft nicht mehr in bar erfolgen.

Künftig wird die Finanzpolizei den privaten Hausbau stärker unter die Lupe nehmen (Strafen bis zu EUR 2.180,00).


Sie haben Fragen?

Bitte geben Sie den 5-stelligen Sicherheitscode in unten stehendes Textfeld ein:

Es werden personenbezogene Daten ermittelt und für die in der Datenschutzerklärung beschriebenen Zwecke verwendet.